Wolfdietrich Schmied-Kowarzik

Geb. 11. März 1939 in Friedberg,
jüngster Sohn des österreichischen Philosophen Univ.-Prof. Dr. Walther Schmied-Kowarzik und der baltischen Schriftstellerin Gertrud von den Brincken.
Halbbruder: Dr. Volker Schmied-Kowarzik, Chemiker und Patentanwalt (1917-1985), Bruder: Prof. Dr. Dr. h.c. Wieland Schmied, Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher, Schriftsteller (1929-2014), Schwester: Ilse-Roswith (1934), verh. mit OStDir. Gernot Sack.

Bis Dezember 1944 aufgewachsen in Mödling bei Wien. Flucht der Familie vor der anrückenden Roten Armee zu Verwandten nach Schloss Unterbruck in der Oberpfalz/Bayern.
Sept. 1945 Einschulung in Kastl bei Kemnath (Bayern).

1950 Übersiedlung nach Regensburg.
Juli 1959 Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Regensburg.

Okt. 1959 – Nov. 1963 Studium der Philosophie, Ethnologie und Psychologie an der Universität Wien.
Okt. 1963 Dissertation: Sinn und Existenz in der Spätphilosophie Schellings. 18. Dez. 1963 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Wien.

Von 1964 bis 1970 Wiss. Assistent am Lehrstuhl für Philosophie und Pädagogik (Institut für Erziehungswissenschaft) der Universität Bonn.

3. März 1966 Eheschließung mit der Lehrerin Iris von Gottberg – drei Kinder 1968 (Dr. Anatol Schmied-Kowarzik, Historiker in Wien), 1970 (Dr. Daria Schmied-Menkhoff, Ärztin in Warendorf), 1975 (Dr. Robin Schmied-Kowarzik, Politikwissenschaftler in Wien).

Ab Okt. 1966 Lehraufträge für Pädagogik und praktische Philosophie. Nov. 1969 bis Juni 1970 Habilitationsstipendium der DFG.
30. Juni 1970 Habilitation in der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn.

Wintersemester 1970/71 Lehrstuhlvertretung an der Universität Münster.
März 1971 Ernennung zum apl. Professor an der Universität Bonn.

Oktober 1971 Berufung an die Universität Gesamthochschule Kassel (Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Wissenschaftssystematik).

März 1972 Ruf auf den Lehrstuhl für Wissenschaftstheorie an die Päd. Hochschule Ruhr, Abt. Dortmund.

Okt. 1972 Berufung zum Professor für Philosophie und Pädagogik mit dem Schwerpunkt Praktische Philosophie an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Seit 1978 im Vorstand der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Philosophische Grundlagenprobleme an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Seit 1979 im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie.
Seit 1981 Herausgeber und Mitherausgeber der Kasseler Philosophischen Schriften.

1981/82 Dekan des Fachbereichs 01 „Erziehungswissenschaft und Humanwissenschaften“ an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Seit 1983 bis 1989 Mitdirektor der Kurse Marxismus und Philosophie am Inter University Centre in Dubrovnik.

Seit 1985 Herausgeber der Schriftenreihe Studien zur Philosophie der Praxis.

Mai 1985 Symposion Objetivationen des Geistigen in Gedenken an Walther Schmied-Kowarzik an der Universität Wien.

Dezember 1986 erster Internationaler Franz-Rosenzweig-Kongress Der Philosoph Franz Rosenzweig (1886-1929) an der Universität Kassel.

Juni 1987 Gastvorlesungen an den Universitäten Wroclaw, Lodz und Warschau (Polen).

Mai/Juni 1988 Gastvorlesungen an den Universitäten Lodz, Warschau, Krakow und Wroclaw (Polen).

Seit 1990 im Mitherausgeberbeirat des Wiener Jahrbuchs für Philosophie.

März/April 1990 Gastvorlesungen in Brasilien: Porto Alegre, Recife, Belo Horizonte, Sao Carlos.

November 1991 Gastvorlesungen an den Universitäten in Tartu/Estland sowie in Moskau und St. Petersburg/UdSSR.

April 1994 Gastvorlesungen und -seminare an der Universität in Riga, Lettland.

September 1995 erster Internationaler Richard-Hönigswald-Kongress Erkennen – Monas – Sprache an der Universität Kassel.

1996-1998 gem. mit PD Dr. Dr. Rolf Peter Warsitz Leitung des DFG-Projekts Daseinsanalyse, Psychohistorie und Sozialphilosophie an der Universität Kassel.

1996/97 Dekan des Fachbereichs 01 „Erziehungswissenschaft / Humanwissenschaften“ an der Universität Kassel.

März 1999 Überreichung der Festschrift zum 60. Geburtstag Kritik und Praxis. Zur Problematik menschlicher Emanzipation, hrsg. v. Heinz Eidam/Frank Hermenau/Dirk Stederoth. Lüneburg 1999.
Akademische Feier zum 60. Geburtstag – Festvortrag von Prof. Dr. Joachim Israel, Lund.

Mai 1999 Vortragsreise nach Lettland und Estland (Riga, Tukums, Tartu).

Juli 1999 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

September 1999 Gastvorlesungen und -seminare in Brasilien an den Universitäten in Porto Alegre, Passo Fundo, Rio Grande, Sao Paulo, Sao Carlos, Belo Horizonte, Ouro Preto sowie am Instituto Paulo Freire in Sao Paulo.

März/April 2000 Gastvorträge in Jerusalem und Tel Aviv, Israel .

Februar 2001 Internationales Symposion Verstehen und Verständigung an der Universität Kassel

März 2001 Franz-Rosenzweig-Konferenz in Luzern.

April 2002 Franz-Rosenzweig-Konferenz in Tempe/Arizona, USA.

September 2002 Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse – überreicht durch den Botschafter der Republik Österreich in Berlin am 10. Februar 2003.

März 2004 zweiter Internationaler Franz-Rosenzweig-Kongress Franz Rosenzweigs ’neues Denken‘ an der Universität Kassel Gründung der Internationalen Rosenzweig Gesellschaft, Wahl zu deren ersten Päsidenten.

Mai 2005 Tagung der Internationalen Rosenzweig Gesellschaft an der Universität Kassel.

Seit 2006 im Wissenschaftlichen Beirat Zusammenhänge. Jahrbuch für Asiatische Philosophie

Seit 2006 Mitherausgeber der Reihe Rosenzweigiana und im Wissenschaftlichen Beirat des Rosenzweig-Jahrbuches, Alber Verlag, Freiburg

Februar 2007 Akademische Verabschiedung, seit April 2007 emeritiert.

April  2007 Internationale Rosenzweig Konferenz in Chieti, Italien.

Oktober 2007 fünf Gastvorträge in China an den Universitäten in Guangzhou, Shanghai sowie an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften in Beijing.

Mai 2008 Internationale Rosenzweig Konferenz in Hannover.

Mai 2009 Internationaler Rosenzweig Kongress in Paris.

September 2009 Konferenz zum 80. Geburtsjahr von Franz Fischer in Norderstedt bei Hamburg.

Juni 2011 Übersiedlung nach Wien.

Wintersemester 2011/12 und Sommersemester 2012 Lehrveranstaltungen in Philosophie und Bildungsphilosophie an der Universität Wien.

Seit 2014 im Wissenschaftlichen Beirat des Jahrbuchs für Hegelforschung. 

Festschriften und Ehrungen

Heinz Eidam, Frank Hermenau, Dirk Stederoth (Hg.), Kritik und Praxis. Zur Problematik menschlicher Emanzipation. Wolfdietrich Schmied-Kowarzik zum 60. Geburtstag, Lüneburg (zu Klampen) 1999, 474 S.

Rudolf Messner (Hg. in Zusammenarbeit mit Frank Hermenau), Wolfdietrich Schmied-Kowarzik – Akademischer Abschied am 2. Februar 2007, Kassel (kassel university press) 2007, 64 S.

Cláudio Almir Dalbosco e Heinz Eidam, Moralidade e Educaçấo em Immanuel Kant (A Wolfdietrich Schmied-Kowarzik pola maestria filosófica e pela amizade), Ijuf RS, Brasil (Ed. Unijui) 2009, 240 S.

Heinz Paetzold, Helmut Schneider (Hg.), Schellings Denken der Freiheit. Wolfdietrich Schmied-Kowarzik zum 70. Geburtstag, Kassel (kassel university press) 2010, 286 S.

Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1999.

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 2002.

Präsident (2004-2006)
Vizepräsident (2007-2012)
Ehrenmitglied und Vorsitzender des Wiss. Beirats ab 2012

Internationale Rosenzweig Gesellschaft [ www.rosenzweig-gesellschaft.org ]

Vorstandsmitglied
(bis 2011)

Ulrich Sonnemann Gesellschaft [ www.ulrich-sonnemann-gesellschaft.de ]

Vorstandsmitglied
(bis 2010)

Franz Fischer Gesellschaft [ www.franz-fischer-gesellschaft.de ]

Ordentliches Mitglied

European Academy of Sciences and Arts

Mitglied

Deutsche Gesellschaft für Philosophie

Internationale Schelling-Gesellschaft

Internationale Fichte-Gesellschaft

Internationale Hegel-Gesellschaft

Hermann-Cohen-Gesellschaft

Ernst-Bloch-Association

Internationale Gesellschaft System der Philosophie

Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie

Carl-Schirren-Gesellschaft